Karlebachs Vermächtnis

„Darf man so über den Holocaust schreiben? Darf man Holocaust und Humor miteinander verbinden?“ – ­ „Ich habe keine Probleme damit. Juden, die das Buch gelesen haben, übrigens auch nicht.“

Opa Bernhard hinterlässt seinem jungen Freund Ulrich Weißmann kurz vor seinem Tod eine rätselhafte Nachricht. Der ewige Theologiestudent und Schreibknecht bei einer Lokalzeitung versucht, hinter das Geheimnis des Judenhauses in seinem Heimatdorf Merklinghausen zu kommen. Er befragt die Bewohner, stöbert in Archiven und muss schnell merken, dass jemand daran interessiert ist, die Ereignisse der Vergangenheit im Dunkeln zu belassen.

Der jiddische Dichter Josef Burg verkörpert eine untergegangene Welt Es gibt eine Zeit in seinem Leben, über die Josef Burg nicht spricht. Er hat keine Worte für die Jahre von 1940 bis 1980, „die 40 besten Jahre im Leben eines schaffenden Menschen“, wie der Dichter und Erzähler mit…

Wie der erzgebirgische Schnitzer Gottfried Reichel den Juden des Warschauer Ghettos ein Denkmal setzt und Gebete aus Lindenholz schafft Das Wunder geschieht an Weihnachten, ein Jahr, sieben Monate und 17 Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Weit weg von der Heimat, in der Gegend von Manchester. Ein junger…

Eine Reportage aus Galizien und der Bukowina (erschienen 2001 in der Süddeutschen Zeitung) „Die Landschaft, aus der ich zu Ihnen komme“, hatte sich der Lyriker Paul Celan einst seinen Lesern vorgestellt, „dürfte den meisten von Ihnen unbekannt sein.“ Der Dichter der Todesfuge, dessen Worte „der Tod ist ein…

Bob Dylan als Kandidat für den Literatur-Nobelpreis London, Mai 1965. In der Suite des Hotels Savoy herrscht kreatives Chaos. In einem Sessel lungert eine brünette Lady, Jugendfreund Bobby Neuwirth kritzelt Zeichnungen, Manager Albert Grossman betrachtet vom Sofa aus mit wachen Augen und spöttisch lächelnd die Szenerie, Joan Baez…