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Wir sind da! – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Foto: Gabi von Seltmann, März 2021

Das Buch zum Jubiläumsjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland«

Im Jahr 321, vor 1700 Jahren, wurden zum ersten Mal Juden auf deutschen Territorien urkundlich erwähnt. Das Buch zum Jubiläumsjahr 2021 zeigt die Vielfältigkeit des gegenwärtigen jüdischen Lebens und erzählt die reichhaltige Geschichte des deutschen Judentums von den Anfängen im Mittelalter über den langen Kampf um Gleichberechtigung und den schwierigen Neuanfang nach der Schoah bis heute. Unter dem Motto »Wir sind da« – entnommen einem Liedtext des jiddischen Dichters Leyb Rozenthal – will es Antworten auf die aktuellen Fragen der jüdischen Community anbieten: Wer sind wir? Woher kommen wir? In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Gibt es eine deutsch-jüdische Kultur? Kann es ein »normales jüdisches Leben« in einem Land geben, das sechs Millionen ermordete Jüdinnen und Juden auf dem Gewissen hat und bis heute nicht frei von Antisemitismus ist?

Zahlreiche Abbildungen und biografische Porträts jüdischer Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Epochen illustrieren den Reichtum der 1700-jährigen Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland.

Vorworte von der Autorin und Bloggerin Linda Rachel Sabiers und von Dr. Matthias Schreiber, dem Vorsitzenden des Vereins 321–2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.

Das Buch ist im wunderbaren homunculus verlag (Erlangen) erschienen.

Informationen des Verlags:

https://homunculus-verlag.de/produkt/wirsindda/

Eine Leseprobe gibt es hier:
https://view.publitas.com/homunculus-verlag/uwe-von-seltmann-wir-sind-da-leseprobe/page/7

Titelseite von Wir sind da!

Stimmen

Welt am Sonntag (02.05.2021)

»Ein sehr lesenswertes und vor allem auch lehrreiches Buch« 
»Wir sind da! – das Buch über 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland ist ein sehr lesenswertes und vor allem auch lehrreiches Buch geworden – mit informativen Abrissen der Geschichte, eindrucksvollen Zitaten und Porträts jüdischer Persönlichkeiten sowie zahlreichen historischen und aktuellen Bildern. (…) In von Seltmanns Buch erfährt der Leser nicht nur etwas über jüdische Geschichte, sondern auch über die Heiligkeit des Schabbat, über Tora, Talmud, Feiertage und die hebräische oder auch jiddische Sprache.« 
Wolfram Nagel, MDR Kultur (30.04.2021)

https://www.mdr.de/religion/juedisches-leben/wir-sind-da-juedisches-leben-deutschland-sachbuch-seltmann-100.html

»Fesselnd geschrieben.«
»Facettenreich wird hier in Überblicken wie in vielen Porträts die Geschichte aufgefächert; die jüdische Community bekommt ein Gesicht: fesselnd geschrieben, solide recherchiert und in die Tiefe gehend. Das Buch wird zu einem Standardwerk werden.«
Börsenblatt des Deutschen Buchhandels (08.04.2021)

»Eine leidenschaftlich-traurige Liebeserklärung an das jüdische Deutschland  in einem jüdischen Europa«
»Jede Seite schon ästhetisch ein Genuss! Ich habe mich dabei ertappt, hin und wieder über die Seiten zu streicheln wie über den Rücken (m)einer Frau. Dann die Materialfülle, die überraschenden und oft ganz erstaunlichen Einblicke und Erkenntnisse. Soviel Geschichte, soviel Leben, soviel Kultur – es wird einem zuweilen ganz schwindlig vor Augen, wenn man sich das Seit`um Seite vor Augen führen lässt. Ich werde immer wieder nach dem Werk greifen, um  die eine oder andere Epoche zu erinnern und die eine oder andere maßgebliche Person erneut aufzusuchen. Ein Buch wie ein „Navi“ durch 1700 Jahre Geschichte, ein großartiges Buch, das ich gelesen habe wie eine leidenschaftlich-traurige Liebeserklärung an das jüdische Deutschland  in einem jüdischen Europa. Eine Liebeserklärung, die zugleich eine Vermisstenanzeige ist. Wie sollte es auch anders sein?«
Dr. Peter Neuhaus (Redefeder)

»Das Buch ist ein Schmuckstück besonderer Art.«
Prof. Jürgen Rüttgers, Ministerpräsident a.D.

»Mehr als nur Geschichte«
»Uwe von Seltmann will mehr als nur Geschichte darstellen, er will das lebendige Judentum der vergangenen 1700 Jahre spürbar machen. … So lernt der Leser die Geschichte des Judentums in Deutschland über die Jahrhunderte kennen und zugleich wichtige Gestalten, die es prägen und prägten. … Es gelingt Uwe von Seltmann, die Einseitigkeit der Assoziationen zum Judentum aufzubrechen. Vielen fällt heute nicht viel mehr als Holocaust und Antisemitismus zum Judentum ein. Der Autor erzählt dagegen von der Ambivalenz des jüdischen Lebens in Deutschland zwischen Austausch und Ausgrenzung, Assimilation und Verfolgung, Gleichberechtigung und Massenmord.«
Sebastian Engelbrecht Deutschlandfunk (Magazin Andruck, 12.04.2021)

https://www.deutschlandfunk.de/andruck.1309.de.html?drbm:date=2021-04-12

»Das perfekte Buch zum Festjahr 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland«
»Wir sind da! – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland (…) ist ein 340 Seiten starkes, einigermaßen schweres Paperback und es ist leicht und wunderbar zu lesen. Eher ein Buch der Geschichten, als ein Geschichtsbuch. Nicht nur für einschlägig Interessierte, auch für alle die mit Lernen und Schule zu tun haben, ist es eine Fundgrube mit vielen Portraits bekannter und unbekannterer Jüdinnen und Juden, Bildern, Kästen zu Einzelfragen, in einem Fließtext, der anschaulich und ungeheuer kenntnisreich jüdisches Leben heute und über viele Jahrhunderte schildert. Es ist – mit einem Wort – das perfekte Buch zum Festjahr 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland.«
Almut Engelien, NDR Info (12.03.2021)
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Schabat-Schalom-12-Maerz-2021,audio849726.html

»Schon jetzt ein Standardwerk«
»Es ist ein atemberaubender Durchgang durch die jahrhundertealte Geschichte des Jüdischen in unseren Breiten – höchst lehrreich, nie langweilig und stets auch die hiesige Gegenwart jüdischen Lebens beschreibend. So entsteht ein kunstvolles Kippbild, in dem sowohl die tiefen und vielfältigen jüdischen Spuren in der deutschen Historie freigelegt werden als auch ihre vitalen Ausprägungen heute in den Blick geraten. Dieses Buch ist kein Grabstein für das Gedenken an Früheres, sondern ein Füllhorn lebendiger Geschichte in Geschichten, das den Reichtum und die Vielfalt deutsch-jüdischer Vergangenheit und Gegenwart zum Leuchten bringt. … Das Buch ›Wir sind da!‹ von Uwe von Seltmann ist schon jetzt ein Standardwerk, das sowohl historisch profund wie allgemeinverständlich eine Zusammenschau des jüdischen Weges in Deutschland bietet. Es füllt damit eine Lücke. Denn während es zu einzelnen Spezialthemen und Epochen jüdischen Lebens in Deutschland durchaus ausführliche Literatur gibt, ist das Erzählen vom hiesigen Judentum in Zusammenhängen bisher wenig versucht worden.«
Stefan Seidel, Der Sonntag (21.02.2021)

»Reise durch eine schillernde Welt«
»Wir sind da« (…) bietet im besten Sinne einen Abriss der jüdischen Kultur und Sozialgeschichte in Deutschland, leicht lesbar und fesselnd geschrieben. Sein größter Pluspunkt: Uwe von Seltmann liefert in mehreren Einschüben Kurzbiografien bedeutender wie unbekannter Denker, Künstler und Forscher, weckt mit Erklärungen zu Religion, Brauchtum und Phänomenen wie dem Davidstern am Wirtshaus oder dem siebten Wochentag als Ruhetag das Interesse des Lesers an scheinbar alltäglichen Gebieten. (…) Wer in die schillernde und auch widersprüchliche Welt des Jüdischen (sic!) Geistes eintauchen will, hat mit diesem reich illustrierten und reizvoll aufgemachten Buch einen sehr brauchbaren Atlas und Wegweiser.«
Erlanger Nachrichten (24.03.2021)

»Viele Illustrationen und Anekdoten machen die Lektüre zu einer spannenden Entdeckungsreise zu einem oft unbekannten jüdischen Leben mitten unter uns.«
Unsere Kirche (28.03.2021)

»Ausgesprochen angenehm geschrieben«
»Ansprechend gestaltetes Buch hat viele Qualitäten – Die Leserin findet einen soliden und ausführlichen Überblick über jüdisches Leben in Deutschland, von den Römern bis zur neuen, hippen Generation jüdischer Autor*innen wie etwa Max Czollek.(…) Das Buch (…) zeigt die Vielfalt und die Widersprüchlichkeit jüdischen Lebens heute, und ist dazu ausgesprochen angenehm geschrieben. Für seine Lektüre muss man nicht Geschichte studiert haben, und selbst jene, die das getan haben, werden in ihm noch viel Neues entdecken. Es ist auch für die Oberstufe und die außerschulische Erwachsenenbildung geeignet.«
Bernd Hüttner, Rosa-Luxemburg-Stiftung (21.04.2021)
https://www.rosalux.de/news/id/44150

»Eine reiche Fundgrube«
»Für den Religions- und Geschichtsunterricht ist das Buch eine reiche Fundgrube, weil durch die biografische Perspektive Geschichte konkret wird. Die Vielfalt jüdischen Lebens, seine Bedrohungen und Anfeindungen können nachvollzogen werden. Dazu im Kontrast steht ein herausgehobenes Zitat von Marina Weisband: „Ich will nicht mehr Erinnerung an jüdisches Leben in Deutschland. Ich will mehr jüdisches Leben in Deutschland.“ Das Buch endet mit dem trotzigen Gedicht „Deduschka“ des 1977 in Israel geborenen Rappers Ben Salomo, die Pointe: „Wir lassen uns nie mehr verjagen.“ Gut so.«
https://www.rpp-katholisch.de/default.aspx?tabId=88&nid=12655


»Flotte Erzählung im Magazindesign«
»Uwe von Seltmann (…) zeigt Mut. Denn 1700 Jahre auf 322 Textseiten abhandeln zu wollen, dafür braucht es Chuzpe. Vom Kölner Dekret anno 321, in dem erstmals auf heutigem deutschen Terrain Juden erwähnt wurden, bis in die Gegenwart reicht Seltmanns flotte Erzählung im Magazindesign. (…) Seltmann behandelt Vergangenheit und Zukunft, jüdische Kultur (in sieben Porträts) und die Historie vom römischen Germanien bis 2021. Das liest sich leicht, ist auch für pädagogische Zwecke gut einsetzbar.«
Buchkultur 2/2021 (Wien, 14.04.2021)
https://www.buchkultur.net/wp-content/uploads/2021/04/Buchkultur_195_wa.pdf

»Das neue, große Buch ist Lese-, Geschichten- und Geschichtsbuch zugleich.«
Westfalenpost/Westfälische Rundschau (02.04.2021)

»Historisch fundiert und anschaulich zugleich macht von Seltmann Zusammenhänge dieser umfassenden und komplexen Kulturgeschichte greifbar.«
Siegener Zeitung (19.04.2021

Digitaler Buchtalk

Ein wunderbares Gespräch zur Veröffentlichung von Wir sind da! mit Shelly Kupferberg, Linda Rachel Sabiers und Dr. Matthias Schreiber.

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Interviews

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Lesart – Deutschlandfunk Kultur (Sendung vom 3.04.2021)

Schabat Schalom – das Magazin (Sendung vom 12.03.2021)

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4076.html

Autor Uwe von Seltmann: Impfstoff gegen Antisemitismus nötig! (epd- Meldung vom 26.03.2021)

https://www.evangelisch.de/inhalte/184209/26-03-2021/autor-uwe-von-seltmann-impfstoff-gegen-antisemitismus-noetig

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Filed under Bücher, Jüdische Kultur

Brandneu und brandaktuell: Es brennt – Mordechai Gebirtig

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder. Gebirtig, auch der »Vater des jiddischen Liedes« genannt, wurde 1942 im Krakauer Ghetto von Nationalsozialisten ermordet. Doch rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Shoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied S’brent (Es brennt) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt.

Es brennt ist die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs – eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Viele Lieder Gebirtigs habe ich zum  ersten Mal ins Deutsche übertragen. Aus Archiven in Europa, Israel und den USA habe ich zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger wie Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.

For English please scroll down.

Uwe von Seltmann – Es brennt – Kapitel 1

Interview_Es-brennt

Weitere Informationen beim homunculus-Verlag.

Ein Auszug aus dem Buch auch in der Wochenzeitung Der Sonntag.

Stimmen

»Eine monumentale Biografie Gebirtigs. … Diese bis ins letzte Bilddokument überreiche, mit Liebe zusammengestellte Biografie führt vor, wie der Volkssänger Gebirtig in diesen Kreisen wie ein Heiliger verehrt wurde … dass damit dem vergessenen Gebirtig späte Ehre zuteil wird, ist nicht genug zu loben.« – Dirk Schümer in der Literarischen Welt vom 26.01.2019

»Gebirtigs Lebensgeschichte wird von Uwe von Seltmann auf eindrucksvolle Weise erzählt, mit unzähligen Details, die er in Archiven gefunden hat, mit vielen Fotos, Dokumenten und Faksimiles, mit Liedern und Gedichten, die hier teilweise erstmals in deutscher Übersetzung präsentiert werden. Und dennoch passt die Bezeichnung ›Biographie‹ zu diesem vierhundert Seiten starken, großformatigen Band nur bedingt. Es ist vielmehr eine literarische ›Reise ins Jiddischland‹, wie Seltmann es selbst bezeichnet, die von seiner Entwicklung und deren politischen Hintergründen, den Sitten, der Sprache und Atmosphäre erzählt.« – Marta Kijowska in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 06.02.2019

»Es ist bereichernd, es ist erschütternd zu lesen und es inspiriert zu einer Exkursion in das Jiddischland, auch wenn man damit noch nicht vertraut ist. Ein reiches Buch, ein sehr schönes Buch. … Ein Mosaik, das in die Zeit zurück führt und durch die emotionale Verbindung auch eine ganz besondere historische Tiefenschärfe erlaubt.« – SRF 2019

»Uwe von Seltmann entwirft mit Es Brennt! nicht nur ein beeindruckendes Panoptikum einer vergangenen Zeit, sondern einen sehr eindrücklichen Appell, diese Zeiten nicht zu unserer eigenen Gegenwart zu machen. … Sowohl typografisch, als in der Platzierung von Bildmaterial sowie im Umgang mit Lesefluss ein Buch-Highlight.« – Simone Scharbert (Fixpoetry.com) 2018

»Von Seltmann hat intensiv recherchiert, weltweit Zeitzeugen und Dokumente aufgespürt sowie viele von Gebirtigs Liedern erstmals ins Deutsche übersetzt – wobei er die jiddische Version immer dazu abdruckt und so einen reichen Eindruck dieser heute praktisch nicht mehr gesprochenen Sprache gibt. Daraus webt er ein umfassendes Bild, das den Dichter als Arbeiter-Revolutionär im Kampf um menschenwürdige Lebensbedingungen, als feinfühligen Melancholiker, als sprachmächtigen Bewahrer seiner jiddischen Muttersprache und als zähen Kämpfer für die reiche Kultur der jüdischen Bevölkerung zeigt. … Entstanden ist ein echtes Fundstück, nicht nur für Klezmer-Liebhaber und Gebirtig-Kenner.« – Nürnberger Nachrichten vom 17.12.2018

»Es scheint nicht übertrieben, wenn von Seltmanns Buch als Pionierarbeit bezeichnet wird. Akribisch hat der Autor Archive in Europa, Israel und den USA nach Zeugnissen aus dem Leben Gebirtigs durchforstet. … Ein Versuch, das Vermächtnis von Mordechai Gebirtig und die jiddische Sprache vor dem Vergessen zu bewahren.« – Jüdische Allgemeine 2019

»Dieses Buch ist ein Lebenswerk über ein Lebenswerk und ein Leben.« – Inskriptionen 2019

»Mordechai Gebirtig hat als Liedermacher der Nachwelt ein einzigartiges Werk hinterlassen: Er hat über 40 Jahre lang das jüdische Leben in Osteuropa in allen Facetten des Alltags, von Sorgen um das tägliche Brot über Sehnsucht nach dem goldenen land bis hin zum Widerstand gegen den Faschismus in Liedern und Gedichten zum Ausdruck gebracht, die folkstimlikh im wahrsten Sinnes des Wortes sind. Uwe von Seltmann ist es in herausragender Weise gelungen, Leben, Leiden und Werk des Mordechai Gebirtig so zu erzählen, dass der Leser bereits nach den ersten Sätzen sich auf einer Reise ins yiddish land befindet. 200 abgedruckte Liedbeispiele verleihen dem zinger fun noyt eine Stimme und machen dieses großartige Buch zu einem Standardwerk des jiddischen Liedes und des jüdischen Lebens in kroke.« – Dr. Bertram Nickolay, Berlin, Initiator und Mit-Herausgeber der Jiddisch-Musik Anthologie Sol Sajn

»Es brennt ist ein wichtiges und wunderbares Buch, das mir sehr nahe gegangen ist. Über die unfassbare Tragik des Lebens von Mordechai Gebirtig und des osteuropäischen Judentums hinaus ist es ein Zeugnis eines wunderbaren Menschen. Gebirtigs ganz andere Vorstellung von Vergeltung und seine tiefe Liebe zu den Menschen sind tief beeindruckend. Bisweilen haben mich Gebirtigs einfühlsame Texte und Melodien an Gundermann erinnert, der ebenfalls ein einfacher Arbeiter war und zugleich doch so weise. Gratulation zu einem Buch, das auch von der Aufmachung her sehr hochwertig ist.« – Stefan Seidel, Leitender Redakteur Der Sonntag (Leipzig)

»Uwe von Seltmann lässt Mordechai Gebirtig in seiner Biografie wieder lebendig werden.« – Der Gäubote (Herrenberg)

»Uwe von Seltmann hat ein wunderbares Buch über Mordechai Gebirtig und seine Lebenswelt geschrieben. Er zeichnet nicht nur die Biografie des großen Liedermachers nach, sondern macht auch Zusammenhänge, Hintergründe, Vernetzungen, soziale Verhältnisse und historische Entwicklungen deutlich. Ich habe selten ein Buch zur jüdischen Geschichte in Osteuropa gelesen, dem es so eindrücklich gelungen ist, die Atmosphäre im Jiddischland spürbar werden zu lassen. Das Buch klärt auf – und geht zugleich zu Herzen.« – Prof. em. Dr. Heiko Haumann, Departement Geschichte, Universität Basel

»Uwe von Seltmann hat das Leben eines Mannes der drohenden Vergessenheit entrissen, der nicht zuletzt mit seinen Liedern anderen Hoffnung gab. Selbst im Ghetto schrieb Gebirtig bis kurz vor seinem Tod weiter. Von Seltmann will nicht nur an Gebirtig erinnern, sondern an die reiche jiddische Kultur insgesamt.« – Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder)

»Eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger und Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.« – Reutlinger General-Anzeiger

»Das wunderbare Buch über Mordechai Gebirtig hat mich berührt und belehrt zugleich. Es erweckt anhand der Lebensgeschichte und des Werkes dieses großartigen Dichters eine in Europa weitgehend untergegangene Welt wenigstens in Buchform wieder zum Leben. Ich bin stark beeindruckt von der Tiefe der Recherchen und der dennoch sehr eingängigen Art der Darstellung. Auch die Aufmachung des Buches mit zahlreichen zeitgenössischen und aktuellen Illustrationen sowie vielen Liedbeispielen ist sehr gelungen.« – PD Dr. Tobias Weger (IKGS München)

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Born in 1877 in the Jewish district of Kazimierz in Kraków, Mordechai Gebirtig was killed by Germans in the Kraków Ghetto on June 4, 1942. Making a living working as a carpenter, he saw himself as a zinger fun noyt (Singer of need). His best-known song, s’brent, undzer shtetl brent (It’s Burning, Our Town Is Burning) – a prophetic vision of the nightmare to come – was the unofficial hymn of the ghetto uprisings and the Jewish partisans. S’brent and other songs like kinder-yorn, arbetloze-marsh, or blayb gezunt mir, kroke have survived the Shoah and are performed to this day by renowned artists from all over the world. Gebirtig’s legacy chronicles not only melodies and lyrics, but also descriptions of Jewish life in Poland, recounting struggles with poverty, hunger, violence, despair and resistance.

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Mordechai Gebirtig – Es brennt (S’brent)

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Filed under Bücher, Film Yiddish, Jüdische Kultur, Krakau, Musik, Polen

Yippie, I’m a poet – Bob Dylan in Görlitz

Dass Bob Dylan trotz seiner Weihnachts-CD lebendig ist und bleibt, war in der Oktober-Ausgabe des Magazins Literaturen zu lesen und zu sehen – Dylan auf der Titelseite und als 16-seitiges Schwerpunktthema im Heft: Warum er den Nobelpreis bekommen muss.

Nun, wir alle wissen, dass er wieder leer ausgegangen ist, aber es gibt ja noch ein nächstes Jahr. Und im Oktober 2010 können wir dann wieder irgendwo lesen:
Bei ihm wird aus Dichtung Musik und aus Musik Poesie. Nimmt man beides zusammen, dann lässt sich die These wagen: Bob Dylan ist der einflussreichste und wirkungsmächtigste Lyriker der Moderne. Einer wie er sollte endlich den Literatur-Nobelpreis bekommen.

Mein Einfluss reicht nicht bis Stockholm, aber ich tue trotzdem, was ich kann: Am Mittwoch, 25. November, heißt es im Camillo in Görlitz wieder: Yippie, I’m a poet – Bob Dylan als Dichter.

Nein, Dylan braucht den Nobelpreis wirklich nicht, schreibt der Göttinger Literaturprofessor und Dylanologe Heinrich Detering in Literaturen. Aber dem Nobelpreis täte Dylan gut. Es wird Zeit.

Come gather ‚round people whereever you roam
don’t stand in the doorway, don’t block up the hall …

Bis Mittwoch im Camillo
UvS

PS: Ich werde natürlich nicht nur reden, sondern bringe Musik von Dylan mit, die laut iTunes für 6,7 Tage reicht …

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Filed under 1, Allgemeines, Blogroll, Musik

In Memoriam Josef Burg

Josef Burg an seinem Schreibtisch

Josef Burg (1912-2009) an seinem Schreibtisch

Josef Burg, 1912 in Wishnitz geboren, war einer der beeindruckendsten Menschen, denen ich begegnet bin. Unvergessen bleiben mir die Besuche in der Wohnung des letzten der jiddischen Dichter von Czernowitz. Mit Burgs Tod am 10. August 2009 ist endgültig das alte Czernowitz erloschen – das „Jerusalem am Pruth“ gibt es nicht mehr. Jetzt bleiben nur noch die Fassaden, die von der einstigen multikulturellen Lebendigkeit des „letzten Vorpostens der k.u.k. Monarchie“ künden. Die heutigen Bewohner, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Weiten der Sowjetunion in die entvölkerte Stadt gezogen sind, und deren Nachkommen wissen nichts von dem reichhaltigen Literaturleben, das Czernowitz zu einem Mythos hat werden lassen: Aharon Appelfeld, Rose Ausländer, Paul Celan, Itzig Manger, Selma Meerbaum-Eisinger, Gregor von Rezzori, Moses Rosenkranz, Elieser Steinbarg und all die anderen Poeten und Literaten, die aus der Bukowina eine Gegend gemacht haben, „in der Menschen und Bücher lebten“ (Paul Celan) – ehe sie von den Nationalsozialisten vertrieben oder ermordet wurden.

Zur Erinnerung an Josef Burg einige Fotos, die im Juli 2006 in seinem Arbeitszimmer aufgenommen wurden (alle Fotos Uwe von Seltmann):

Josef Burg am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer

Josef Burg am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer

Josef Burg

Josef Burg beim Signieren

Josef Burg mit seinem Freund Boris Dorfman aus Lemberg

Josef Burg mit seinem Freund Boris Dorfman aus Lemberg

„Eine Stunde zur Nacht ist noch nicht Nacht" – das Lebensmotto von Josef Burg.

„Eine Stunde zur Nacht ist noch nicht Nacht" – das Lebensmotto von Josef Burg.

Josef Burg - ein Leben in Bildern

Josef Burg - ein Leben in Bildern

Es hat mich gefreut, dass Josef Burg noch im Mai der Theodor-Kramer-Preis verliehen worden ist – Burg, dem in der Sowjetunion über Jahrzehnte hinweg das Schreiben erschwert oder gar unmöglich gemacht wurde, hatte längst eine Auszeichnung verdient.

Zu seinem 90. Geburtstag habe ich 2002 ein Porträt über Burg geschrieben: Eine Stunde zur Nacht ist noch nicht Nacht – Der jiddische Dichter Josef Burg verkörpert eine untergegangene Welt. „Ich will nicht der Letzte sein“, hatte er gesagt, „es kann nicht sein, dass Czernowitz untergeht.“

Auch wenn es abgedroschen und pathetisch klingt, aber es stimmt: Ohne Josef Burg ist die Welt ein Stück ärmer geworden. Dem kleinen Hans-Boldt-Verlag ist es zu verdanken, dass Josef Burg weiterlebt – in seinen einzigartigen Dichtungen und Miniaturen.

Es grüßt UvS

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